Neuseeland, Travel
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Lübeck in Neuseeland

Kalte Dusche am Morgen

Am nächsten Morgen in Raglan wachte der Babytüp mit einer Schnupfennase auf. Glücklicherweise war er bis auf jede Menge Schnodder fit und wir konnten wie üblich in den Tag starten. Generell hat der Babytüp bisher ein unglaublich gutes Immunsystem – bis auf etwas Schnupfen und Husten, die nach ein paar Tagen von selbst wieder verschwanden, hat ihn bisher noch nie etwas schlimmeres ereilt. Naja, ich denke spätestens mit dem Krippen-Start wird sich das ändern, aber bis dahin genießen wir noch die weitestgehend krankheitsfreie Zeit.

Mein Immunsystem wurde dann jedenfalls direkt bei der morgendlichen Dusche gestärkt. Eigentlich hatte ich mich schon wieder auf eine schöne warme Dusche gefreut. Diese Vorfreude wurde aber schnell zunichte gemacht. Das Wasser wurde überhaupt nicht warm und so sprang ich nach zwei Minuten und einer Katzenwäsche wieder durchgefroren aus der Dusche. Das Schild, man solle doch bitte der Umwelt zuliebe nur kurz Duschen, schien dann fast so ein bisschen wie Ironie. Naja, die Umwelt wurde auf jeden Fall geschont. Und immerhin konnte Felix dann später noch eine halbwegs warme Duschgelegenheit ausfindig machen.

Lübeck in Neuseeland

Während des Frühstücks entdeckten wir im Gemeinschaftsraum noch ein Stückchen Heimat. Ein Anti-AFD-Aufkleber aus dem Blauen Engel in Lübeck hatte es doch tatsächlich bis nach Neuseeland und an die Tür ebendieses Hostels geschafft! Die Welt ist halt doch irgendwie ein Dorf, auch wenn man zigtausende Kilometer von zu Hause entfernt ist.

Nochmal schnell das Internet ausnutzen und einen Blogpost veröffentlichen…

Wichtige Botschaft aus dem „Blauen Engel“ in Lübeck

Eigentlich wollten wir noch eine Nacht in Raglan auf einem Parkplatz am Strand stehen bleiben, den wir dank unseres hervorragenden Ausblicks im Hostel ausgeguckt hatten. Generell gilt in Neuseeland: wenn nicht da steht, dass campen verboten ist, dann ist es erlaubt. Angekommen am Ort der Begierde wurden wir allerdings direkt von einem unübersehbaren „campen verboten“ Schild begrüßt. So entschlossen wir uns kurzerhand dazu, doch noch weiter nach Waitomo zu fahren. Auch diese Strecke beglückte uns mit typisch neuseeländischen Straßen. Heißt: Kurven, Kurven, Kurven… Glücklicherweise scheint der Babytüp trotz Reborder einen autofahrtauglichen Magen zu haben! Die Natur war aber wie immer wieder wunderschön und entschädigt dabei doch immer wieder für das viele Gegurke.

Beef Casserole für alle!

Auf der Suche nach einer kostenfreien Übernachtungsmöglichkeit fiel unser Blick auf einen Parkplatz eines Restaurant inmitten der Natur, das praktischerweise auch noch All-You-Can-Eat-Beef-Casserole am Abend für $15 anbot. Das klang nach einem Deal und so fanden wir uns bei den Roselands mitten in einem schönen Bergpanorama wieder. Nach einem Spaziergang auf der Farm und in der Umgebung hatte sich dann auch schon der Parkplatz mit weiteren Campern gefüllt. Fast alle sind natürlich auch essen gegangen. Ein wirklich cleveres Marketingkonzept für ein Restaurant so weit ab vom Schuss, zu dem sich sonst wahrscheinlich niemand verirren würde.

Leider lag mir unser Mittagessen irgendwie quer im Magen und so stocherte ich doch etwas lustlos in meiner Beef Casserole. Und da der Babytüp langsam müde und quengelig wurde, hat auch Felix nur schnell seinen Hunger gestillt und wir sind dann schnell wieder in unser kleines Zuhause auf Zeit geflüchtet. Mit uns haben sie beim All-You-Can-Eat-Buffet an diesem Abend auf jeden Fall einen guten Gewinn gemacht. 😉

Unser Stellplatz für die Nacht – noch ohne andere Autos…

Roselands: Kostenlose Übernachtung und All-You-Can-Eat-Beef-Casserole

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